Die richtige Kaffeeversorgung ist immer eine individuelle Entscheidung

Kaffee ist nicht gleich Kaffee: eine kleine Typenkunde 

Espresso
Der Espresso stammt ursprünglich aus Mailand, hat sich jedoch inzwischen weltweit durchsetzen können. Bei seiner Zubereitung wird heißes Wasser mit hohem Druck durch sehr fein gemahlenes Kaffeemehl gepresst. Das ergibt einen sehr konzentrierten Kaffee mit der typischen Crema – dem braun-goldenen, dichten und hoch aromatischen Espressoschaum. Ideal für einen kleinen Energieschub zwischendurch, etwa nach dem Essen.

Cappuccino
Für den Cappuccino wird ein Espresso mit heißer Milch und Milchschaum „verlängert“. Cappuccino ist zwar eine italienische Erfindung, basiert jedoch auf dem österreichischen „Kapuziner“, einem Mokka mit flüssiger Schlagsahne (österreichisch: Schlagobers), auf die meist noch Schokopulver gestreut wird. Den Namen hat er bekommen, weil er eine ähnlich sattbraune Farbe hat wie die Kutten der Kapuzinermönche.

Latte Macchiato
Ein Latte Macchiato (italienisch für „befleckte Milch“) ist ein Espresso mit heißem Milchschaum, der meist in einem hohen Glas serviert wird, um die dekorative Schichtung (unten Milch-schaum, dann ein starker Espresso und darüber eine weitere Schicht Milchschaum) zur Geltung zu bringen.  

Milchkaffee 
Ob der französische Café au lait („Kaffee mit Milch“), der niederländisch Koffie verkeerd („Kaffee verkehrt“) oder einfach „Schale“: Gemeint ist immer ein Kaffee mit einem besonders hohen Anteil von Milch oder Milchschaum. In vielen Ländern ist der sanfte Milchkaffee besonders zum Frühstück sehr beliebt. Er lässt sich jedoch ebenso nach dem Essen oder zwischen-durch genießen, etwa als kleine Stärkung am Nachmittag.  
Espresso Macchiato
Wem ein Espresso zu intensiv und ein Cappuccino oder Milch-kaffee zu milchlastig ist, der ist mit einem Espresso Macchiato gut bedient. Ein starker Espresso wird mit einem kleinen Schluck Milch oder Milchschaum verlängert und abgemildert. Serviert wird der Espresso Macchiato meist in einer kleinen Espressotasse.  

Espresso Doppio
Doppelt hält besser: Ein doppelter Espresso mit einer doppelten Portion Kaffee und Wasser. Und damit ein richtiger Energieschub mit einem hohen Koffeingehalt.  

Espresso Ristretto
Weniger ist manchmal mehr: Ein Ristretto (italienisch „eingeschränkt, eng“) wird wie ein Espresso zubereitet, allerdings nur mit etwa der Hälfte des Wassers (15 ml pro Portion). Hierdurch erhält der Kaffee  ein besonders intensives, kräftiges Aroma. 

Espresso Lungo
Ein Lungo (italienisch „lang, weit“) ist eine Espresso-Variante, bei der das fein gemahlene Kaffeemehl mit einer größeren Menge Wasser (60 bis 100 ml) zubereitet wird. Der Espresso wird also verlängert. Wie ein klassischer Espresso wird auch der Lungo in der Regel ohne Milch genossen.